Einträglicher Nebenjob
Wieder einmal warf ich mich verzweifelt auf mein Bett. Mit einem Küsschen hatte mich Knuth vor dem Haus verabschiedet. Beinahe hätte ich die Initiative ergriffen und einfach über seine Schenkel gestrichen. Seit drei Monaten gingen wir zusammen. Schmusen konnte er wie ein Weltmeister. Warum wagte er sich nur nicht mehr? Nicht nur einmal hatten wir stundenlang auf der Parkbank gesessen. Über Gott und die Welt haben wir geschwatzt, geküsst und gekuschelt. Jedesmal lieferte er mich Zuhause wieder so ab, wie er mich begrüßt hatte.
Als Jungfrau!
Und dabei sehnte ich mich mit allen Fasern meines Leibes danach, dass er mich endlich zur Frau machen sollte. Es war mir nach Abenden mit Knuth schon zur angenehmen Gewohnheit geworden, mich splitternackt in mein Bett zu kuscheln. In einem Arm hielt ich mit wonnigen Gedanken das Kopfkissen. Die andere Hand streichelte überall dort, wo Knuths Hände und Lippen so sehr erwünscht waren. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, warum er sich so lange zurückhielt. Wir waren glühend ineinander verliebt und sprachen auch viel über eine gemeinsame Zukunft. (more…)



