Mein Therapeut
Neunmal war ich gerade noch pünktlich gewesen, in der kleinen, ganz privaten Praxis meines Physiotherapeuten. Ausgerechnet bei der letzten Behandlung verspätete ich mich durch einen Stau und gleich gründlich.
“Kann ich noch…” mehr brachte ich nicht heraus, als ich dem Mann in der kleinen Diele gegenüberstand. Nichts als enge Shorts hatte er auf dem Leib, dichtes krauses Schwarz auf der muskulösen Brust und in der Hand seinen Staubsauger.
Locker half er über meine Verlegenheit und wies mich zur Pritsche. Ich konnte ihm die legere Bekleidung nicht verübeln, wollte es auch gar nicht. Immerhin war Feierabend, der Tag hart und die Sommerhitze groß. Der Ehrlichkeit zuliebe: ich
bangte sogar, dass er nun nach seinem Kittel greifen würde.
Nichts war gewöhnlich an diesem Tag. Wie immer schob ich meine Bluse ein wenig nach oben und die Hose ein winziges Stück über den Po. Diesmal hatte er scheinbar nicht genug Arbeitsfläche. Mit einem resoluten Handgriff war meine Jeans noch weiter über die Backen, wohl gerade an der Grenze, dass die Wuscheln zwischen den Schenkeln noch verdeckt blieben.
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